Beispiel 5 - Resistenzmechanismen


Die Testung auf und Beschreibung von Resistenzmechanismen ist ein wichtiger Bestandteil mikrobiologischer Diagnostik. In der hier vorgeschlagenen Abbildung von Erregernachweis und Resistenztestungen erschließt sich der Resistenzmechanismus aus der Beschreibung von Empfindlichkeitsprüfungen und Resistenzgen-Nachweisen. Darüber hinaus kann es in der Zusammenschau aller Befunde hilfreich sein, den vorliegenden Resistenzmechanismus einmal abschließend zu beschreiben. Für ARS liegt der Schwerpunkt in der Abbildung der mikrobiologischen Diagnostik in der Abbildung der Ergebnisse von Erregeridentifizierung phänotypisch und genotypisch sowie der Nichtempfindlichkeitsprüfungen und molekularen Nachweisen von Resistenzgenen. Die Beschreibung des Resistenzmechanismus in einer eigenständigen "Observation" ist optional.

Häufige in der klinischen Routinediagnostik beschriebene Resistenzmechanismen sind

  • MRSA
  • VRE
  • ESBL
  • AmpC
  • Carbapenemasen

Für die Abbildung dieser Resistenzmechanismen werden LOINC-Codes mit der "property" [PrThr] gewählt, die die Frage auf das Vorhandensein des entsprechenden Resistenzmechanismus mit "positve" oder "negative" beantworten. In den nachfolgenden Beispielen werden die Resistenzmechanismen und die vorgeschlagene Form der Abbildung dargestellt. Sie sind in der Übermittlung aber immer als abschließende "Observation" am Ende einer diagnostischen Kette zum Erregernachweis mit Resistenztestung bzw. eines Screenings zu sehen. Entsprechend wird für die abschließende Beschreibung des Resistenzmechanismus auch als observation.method nur eine "laborytory technique" angegeben und nicht die in den observations zuvor detailliert beschriebenen Methoden.

Beispielhaft werden verschiedene Ausgangsmaterialien in der "Specimen" als "Specimen.type" kodiert.



 

ARSSemantikBeispiel5