Der SCOFF ist ein Screening-Instrument für Essstörungen mit fünf Ja/Nein-Fragen. Er wurde bewusst so knapp und einprägsam gehalten, dass er ohne Spezialkenntnisse im Erstkontakt eingesetzt werden kann — der Name ist ein Akronym der englischen Schlüsselwörter: Sick, Control, One stone, Fat, Food.
Scoring und Interpretation (Summenwert 0–5, Morgan et al. 1999): Jede Ja-Antwort zählt einen Punkt. Ab zwei Punkten gilt das Screening als auffällig; in der Originalstudie erreichte dieser Trennwert 100 % Sensitivität und 87,5 % Spezifität gegenüber der klinischen Diagnose einer Anorexia oder Bulimia nervosa.
Ein auffälliges Screening ist ausdrücklich kein Diagnoseersatz: Das Instrument ist darauf ausgelegt, einen Verdacht zu erzeugen, der eine sorgfältige klinische Abklärung nach sich zieht.
Sprachstrategie: Englisch als Primärsprache (Original nach Morgan et al. 1999, wortgetreu aus dem publizierten Fragenkasten), deutsche Texte als Translations aus dem PCOR-MII Item Level Dictionary.
Canonical URL: https://www.medizininformatik-initiative.de/fhir/ext/modul-pro/Questionnaire/mii-qst-pro-scoff
Capabilities: Displayable, Collectable, Calculatable, Extractable, Domain-aligned
Besonderheiten:
scoff-q01…scoff-q05, Score-Item scoff-score-total.answerOption mit SNOMED CT 373067005 (No, Gewicht 0) und 373066001 (Yes, Gewicht 1) — gebündelt im geteilten RuleSet YesNoAnswerOptions. Ein eigenes MII-CodeSystem wäre eine Doppelung standardisierter Terminologie; da SNOMED-Konzepten keine ordinalValue-Property angehängt werden kann, stehen die Gewichte inline statt in einem answerValueSet.%resource.item.where(linkId.matches('^scoff-q0[1-5]$')).answer.value.ordinal().sum().Die vollständige Ressource: Questionnaire-Definition im Artefakt-Register.
scoff-score-total)scoff-totalmii-obsdef-pro-score-scoff — Wertebereich 0–5 , höher = größere Wahrscheinlichkeit einer EssstörungDer Cut-off ≥ 2 ist als qualifiedInterval dokumentiert, aber bewusst nicht als ausführbare Interpretationslogik ausgeliefert (siehe Scoring).
SCOFF © Morgan, Reid & Lacey 1999 (BMJ) — frei verfügbar, keine Genehmigung für Reproduktion, Übersetzung oder Nutzung erforderlich.