Use Cases

Use Cases - Übergang zwischen Akut- und Normalversorgung

Es gibt zahlreiche Use Cases rund um den Überleitungsprozess zwischen einer Intensiv- und einer Normalstation (bidirektional) innerhalb eines Krankenhauses. Neben illustrierenden Use Stories wird an dieser Stelle auch eine Workflow-Perspektive eingenommen.

Zum jetzigen Stand kann die Spezifikation keine umfassende Abdeckung eines Überleitungsprozesses vorweisen. Vielmehr wird die Überleitung zwischen Intensiv- und Normalversorgung (bidirektional) auf der Ebene eines Informations- und Daten-Workflows abgebildet; d.h. der Fokus liegt auf der Kommunikation relevanter Daten aus Normalversorgung (KIS) und Intensivversorgung (PDMS) zwischen den entsprechenden Systemen.

Werte aus KIS und PDMS

Datenquellen für die hier betrachteten Fälle sind KIS und PDMS. Einige Use Stories, die diesen Kontext illustrieren sind folgende:

UC-VIT-ICU-NORM-001: Eine Ärztin fragt während einer Kontroll-Maßnahme in der normal-stationären Kontrolle nachträglich Daten zur Herzfrequenz eines Patienten über ein KIS mit der Funktion einer elektronische Kurve ab (momentan liegt die Herzfrequenz bei 90 Schlägen pro Minute). Zweck dabei ist sicherzustellen, dass die Herzfrequenz im Vergleich zu den Werten aus der Intensivstation für den Patienten im Normalbereich liegt. Die Daten stammen aus einem intensiv-stationären Aufenthalt, den der Patient aufgrund einer supraventrikulären Tachykardie durchlaufen hat.

Hintergrund: fachlich wäre hier auch eine Blutdruckabfrage relevant - auch diese soll auf entsprechende Weise abgefragt werden können.

UC-VIT-ICU-NORM-002: Eine Ärztin fragt während der intensivmedizinischen Versorgung nachträglich Daten aus dem normal-stationären Aufenthalt zum Blutdruck ab über ein PDMS-Frontend, um den Beginn der Urosepsis eingrenzen zu können. Auf Normalstation war der Patient Aufgrund eines Harnwegs-Infektes.

UC-VIT-ICU-NORM-003: Eine Medizinische Fachangestellte (MFA) sendet vor der Überleitung in die Intensivstation Daten aus dem normalstationären Aufenthalt an ein PDMS-Frontend. Ausgelöst wir der Versand per Button im KIS-Frontend. Relevant sind dabei Daten zum Blutdruck, damit der Beginn der Urosepsis später in der Intensivversrogung zeitlich feststellbar ist. Auf Normalstation war der Patient Aufgrund eines Harnwegs-Infektes.

Laborwerte

Einige Werte, die für den geschilderten Kontext relevant sind, stammen aus einem Labor Information System (LIS). Hierzu illustrierend:

UC-VIT-ICU-NORM-LAB-001: Eine Ärztin fragt während einer Kontroll-Maßnahme in der normal-stationären Kontrolle nachträglich Daten zum Serumkreatinin eines Patienten über ein KIS mit der Funktion einer elektronische Kurve ab, um die Stabilität der Nierenfunktion anhand der glomerulären Filtrationsrate sicherzustellen. Die Daten stammen aus einem intensiv-stationären Aufenthalt, den der Patient aufgrund eines akuten Nierenversagens durchlaufen hat.

Vorannahmen zur User Story: Das PDMS verfügt über eine Historie der Serumkreatininwerte, da es die Labordaten (aus einem LIS stammend) persistiert. Das PDMS verfügt auch über eine Schnittstelle für READ-Interaktionen entsprechend der ISIK Festlegung.

Hintergrund zur Konfiguration: Das KIS agiert hier als Client und das PDMS als Server. Da in der Praxis ein LIS, das mit PDMS integriert ist, i.d.R. auch mit einem KIS integriert ist, kann die Abfrage von Labordaten mit intensivmedizinischem Bezug aus dem KIS auch direkt erfolgen.