MII-Initiative

[DE] Medizininformatik Initiative - Modul Person - Implementierungsleitfaden - Version 1.0

Beschreibung von Szenarien für die Anwendung der Module

Bezüglich des Moduls PERSON können exemplarisch drei Anwendungsfälle hervorgehoben werden:

  1. Externes Record-Linkage für personenbezogene einrichtungsübergreifende Auswertungen
  2. Deskriptive Basisauswertungen nach Region, Geschlecht und Alter
  3. Risikoadjustierung nach Alter und Geschlecht

Zu 1.: In Deutschland gibt es kein eindeutiges nationales, zweckübergreifendes Personenkennzeichen. Steuerkennzeichen und Versichertennummer sind nicht hinreichend verbreitet oder ausgereift oder dürfen nicht sekundär benutzt werden. Daher muss für einrichtungsübergreifend personenbasierte Auswertungen regelmäßig studienspezifisch ein hinreichend sicheres Verknüpfungsmerkmal implementiert werden. Sowohl falsch-positive Verknüpfungen als auch falsch-negative Verknüpfungen müssen minimiert werden. Grundlage hierfür sind Identitätsdaten (IDAT) wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Wohnort, gelegentlich ergänzt, manchmal wo möglich substituiert durch die Versicherungsnummer. Die Identitätsdaten (IDAT) werden in jeder Einrichtung getrennt erhoben und gespeichert und in Projekten in der Regel nur an eine Treuhandstelle kommuniziert.

Zu 2.: In Studien sind oft Basisauswertungen zu Herkunft (Wohnort), Alter und Geschlecht sowie die Verteilung von Merkmalen (z.B. eine Krankheit) nach diesen drei Größen von einem grundlegenden Interesse.

Zu 3.: Viele Symptome, Krankheiten und Ereignisse sind abhängig von Alter und Geschlecht. Bei Vergleichen ist daher regelmäßig eine direkte oder indirekte Altersstandardisierung notwendig, wofür die entsprechenden Einzelangaben je Person benötigt werden.

Aufgrund der zentralen Relevanz des Moduls Person wird auf die Beschreibung der Anwendung innerhalb der einzelnen Konsortien verzichtet.